1. Herren gewinnen denkwürdiges Kellerduell gegen Leipzig


Am 20.01. luden die Sachsenliga-Herren des SV Kreuzschule zu ihrem dritten Heimspieltag der Saison ein. Zu Gast waren der TSV Leipzig 76 und der VC Zschopau II. Nach zuletzt drei 3:1-Niederlagen mussten Punkte her, um sich die Chance auf den Klassenerhalt zu bewahren.

 

Das Spiel gegen den TSV begann mit etwas Unsicherheit auf Seiten der Gastgeber und beim Stand von 4:7 folgte die erste Auszeit. Die Worte von Trainerin Svenja Haupt schienen zu wirken, denn durch gute Aufschläge und solide Blockarbeit wurde der Satz ausgeglichen und man zog schließlich auch vorbei (18:15). Leider zeigte sich anschließend mal wieder die eklatante Schlussphasen-Schwäche, die den Kreuzschülern schon viele Sätze in dieser Saison gekostet hatte. Es klappte nichts mehr und so ging der Satz mit 25:22 nach Leipzig.

Motivator Christian „Ef“ Bethge fand in der Satzpause die richtigen Worte, um den nötigen Kampfgeist zu wecken, schließlich hatte die Kreuzschule noch eine Rechnung vom ersten Spieltag zu begleichen. So kam es mit 25:17 zu einem souveränen Start-Ziel-Sieg im zweiten Satz. Ausschlaggebend waren ein stabiler K1, solide Aufschläge und gute Blockarbeit. Aufschlagsserien markierten Martin, Fabi und zweifach Johannes.

Der dritte Satz verlief ähnlich dem zweiten. Früh konnte man sich absetzen und bis zum 16:9 mit 7 Punkten in Führung gehen. Kleinere Aufschlagsserien, gute Blockarbeit und schnelle Pässe waren das Erfolgsrezept. Dann drohte der Satz zu kippen. Leipzig machte drei Punkte in Folge und Mittelblocker Justus verletzt sich beim Stand von 19:15 unglücklich. Mittlerweile ist es leider Gewissheit: Bänderriss. Leicht geschockt versuchte Trainerin Svenja Ruhe ins Spiel zu bringen. Das Spiel sah chaotisch aus, trotzdem behielten die Kreuzschüler die Oberhand und gewannen den Satz mit 25:20, nachdem Leipzig noch bis auf zwei Punkte rangekommen war.

Drei Punkte sollten her. Die Verletzung hatte sichtliche Auswirkungen auf die Mannschaft und man merkte, dass die Luft ein wenig raus war. Die Leipziger erarbeiteten sich im vierten Abschnitt leichte Vorteile, sodass Kreuzschule oft einem Rückstand hinterherlief (10:11; 14:16; 20:23). In der entscheidenden Phase bewies Urgestein und Routinier Ef seine ganze Klasse. Mit vier starken Aufschlägen in Folge, gepaart mit Angriffsfehlern des TSV und guten eigenen Blocks konnten die Kreuzschüler mit 24:23 vorbeiziehen. Sichtlich erzürnt über die letzte Entscheidung des Schiedsrichters konfrontierte ein Leipziger Spieler diesen auf unangemessene Art und Weise. Da die Leipziger bereits mit gelb verwarnt waren, erhielt der Spieler die rote Karte und die Kreuzschüler einen Punkt. Es war Punkt Nummer 25 – Heimsieg!

Im Anschluss kam es zu kuriosen Szenen. Kaum hatte der 1. Schiedsrichter seinen Stuhl verlassen, ging der mit rot bestrafte Leipziger auf ihn zu. Es kam zu Handgreiflichkeiten gegenüber dem Schiedsrichter, der Spieler musste von seinen Mitspielern zurückgehalten werden. Diese Aggression wurde sofort mit einer Disqualifikation geahndet. In seiner eigenen Sicherheit bedroht, forderte der Schiedsrichter den Ausrichter (die Kreuzschüler) auf, für seine Sicherheit zu sorgen, was erfolgte. Erst nach ein paar Minuten hatte sich die Situation vollends beruhigt. Der TSV hat gegen die rote Karte im vierten Satz Protest eingelegt.

 

Das nachfolgende Spiel gegen die zweite Vertretung des VC Zschopau war deutlich unaufgeregter. Sichtlich ausgelaugt lief Kreuzschule die ersten beiden Sätze einem permanenten Rückstand hinterher. Sowohl mental als auch körperlich hatte das erste Spiel viele Kräfte gekostet. Die Zschopauer spielten soliden Volleyball und machten wenig Fehler. Zwei deutliche Satzverluste mit 14:25 und 20:25 waren die Folge, auch diverse Auswechslungen auf der Außenposition konnten daran nichts ändern. Im dritten Satz brachte Trainerin Svenja Vincent für Johannes auf der Diagonalen und der Kampfeswille bei den Kreuzschülern setzte noch einmal ein. Man erarbeitete sich eine frühe Führung (10:5), konnte diese aber leider nur bis zum 19:19 halten. Danach machte kein Aufschläger mehr als einen Aufschlag am Stück, es war ein spannendes Hin und Her. Obwohl der Vorteil lange bei der Kreuzschule lag und diese auch mehrere Satzbälle hatte, gelang es wieder einmal nicht, den Sack zuzumachen. Nach langem Kampf ging der Satz mit 32:30 an die Zschopauer, die am Ende einfach cleverer waren.

 

Fazit: Das wichtigere Spiel gewonnen und einen kleinen Schritt nach vorne gemacht. An einem anderen Tag wäre gegen einen gut aufgelegten VC Zschopau eventuell mehr drin gewesen, an diesem Tag war dem auf jeden Fall nicht so – Glückwunsch nach Zschopau. Und natürlich nicht vergessen: Gute Besserung Justus, werd schnell wieder fit!

 

Text: William Schmidt & Johannes Köbsch